Donnerstag, 8. November 2012

Gabasadi bis Maun

So       04.11.2012    Gweta – Planet Baobab Camp
Vor Sonnenaufgang schon raus, am Himmel noch der Mond, Venus und Jupiter. Ein Walk von einer Stunde um die Düne, Schakalspuren perfekt eingedrückt in den ehemals feuchten Lehm. Erstaunlich wovon hier ein Schakal leben kann. Dann zum Pfannenrand über 10 km freie Pfanne ohne Struktur. Einige km hinter dem Ufer steht Chapman’s Baobab, „The seven sisters“, wegen der sieben Stämme des Baums. Ein berühmter Landmark des 19. Jahrhunderts, hier soll es alle möglichen Inschriften früher Explorer geben, wir können sie aber nicht identifizieren, nur jüngere Verunzierungen. Um nach Gweta zu kommen, fahren wir die Cutline des Magkadigkadi National Parks, einer breiten schnurgeraden Schneise, die eigentlich gut zu fahren ist, bis auf einige Stellen von sogenanntem Bulldust, wo der Lehm zu puderartigem Staub zerfahren ist. Hinter dem Auto entstehen riesige Staubwolken, und einmal schwappt der Staub sogar über die Motorhaube. Wir müssen unbedingt duschen.
Planet Baobab Camp

So geht es in die Zivilisation, das Camp Planet Baobab in Gweta, man könnte es als funky bezeichnen, teilweise eine ausgefallenen Architektur, schön bemalte Rundhütten und ein Campingplatz. Jeder Stellplatz hat ein rundes Schattendach aus Stroh mit Stromanschluss, praktisch zum Aufladen diverser Geräte und Akkus. Bei heute 36 Grad ist so ein Dach Gold wert. Wir nutzen die Gelegenheit für ein Dinner, Rinderfilet und Chicken Curry mit Basmatireis, schmeckt echt gut. Alle Wege sind mit Petroleumlampen bestückt, in die gelbe Glühbirnen eingebaut sind, das sieht nachts gut aus, zusammen mit einem angestrahlten Baobab.

Mo      05.11.2012    Makgadikgadi - Tree Island Camp
Mit Sonnenaufgang aufgestanden, wir wollen bald dran sein, so dass wir uns wieder abstellen können, wenn die Hitze am größten ist. Wir fahren 20 km zum Makolwane Gate des Makgadikgadi Parks, sie lassen uns ohne Bezahlung rein, weil kein „Revenue Collector“ vor Ort ist, bei dem wir zahlen können. Wir sollen beim Rausfahren zahlen. Zuerst ein längerer Abstecher in eine Gegend mit vielen Pfannen.

Auf dem Weg dorthin riesiges, flaches, braunes Grasland mit kleinen Wäldchen von Palmen, schön anzusehen. Es ist alles strohtrocken, deswegen kaum Tiere, das wussten wir aber, wenige Zebras und ein einzelnes Oryx, das im Schatten eines Busches liegt. Tree Island Camp ist ein neues Camp mit drei Sites. Wie üblich in den trockenen Botswana-Parks besteht die Infrastruktur pro Site aus einem Longdrop und einer Dusche, die darin besteht, dass an einem Gestell ein Eimer mit Duschkopf unten dran hängt, den man sich bei Bedarf mit Wasser füllen kann, das man selbst mitbringen muss. Das Wäldchen mit schütteren Bäumen noch ohne Laub liegt etwas erhöht und blickt auf eine Pfanne.
Tree Island Camp

Heute hat die Luft Körpertemperatur, 37 Grad. Erst abends wird die Temperatur angenehm. Schöner Abend mit Sonnenuntergang hinter der Pfanne.









Di        06.11.2012    Baines Baobabs
Früh bewegen wir uns langsam zurück zum Gate, erst durch das trockene Grasland, aber bald sehen wir Rauchsäulen von Buschbränden.

Die Landschaft wird ganz irreal, vieles ist abgebrannt und das Licht ist bleiern mit dem Horizont wie im Nebel. Das geht 20 km so, am Weg Herden von Gnus, einige Hundert, und Zebras. Als Höhepunkt zwei Braune Hyänen, die am Tag ganz selten zu sehen sind, und eine Afrikanische Wildkatze. Am Gate können wir schon wieder nicht zahlen, weil hier das Personal bei der Feuerbekämpfung im Einsatz ist, wir werden auf das nahegelegene Gate des Nxai Pan Nationalparks verwiesen. Dort klappt das Zahlen dann, wir werden pro Tag 30 Euro für den Parkeintritt los, und fürstliche 46 Euro für eine Campsite ohne Infrastruktur, die botswanischen Nationalparks haben das Prinzip High Price, Low Volume.


Baines Baobabs

Baines Baobabs sind eine Gruppe von Baobabs am Rand einer Salzpfanne, die Thomas Baines, ein Teilnehmer vieler Expeditionen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts vor 150 Jahren gemalt hat. Sie sehen heute noch genauso aus wie auf seinem Bild. Die Zufahrt geht erst entlang des Wegs zur Nxai Pan und der dortigen Campsite, und biegt dann ab. Da gibt es zwei Möglichkeiten, eine harte Piste und eine tiefsandige.




im Sand steckengeblieben
Manfred passt erst nicht auf und nimmt die sandige. Wenden geht nicht, so fährt er rückwärts, aber nicht schnell genug, und es passiert das Unvermeidliche: wir bleiben stecken, und zwar richtig, die Achsen sitzen an den Differentialen auf, und das bei 38 Grad im Schatten. Ein erster Versuch mit etwas Schaufeln ist ein völliger Misserfolg. Als muss der Hi-Lift Jack ran, das Auto wird hinten vollständig aufgebockt, und wir legen unsere rollbaren Gummileitern, ein Ersatz für Sandbleche, unter. Das bringt uns eine Wagenlänge weiter, dann sitzen wir genauso wieder fest. Wir lassen den Reifendruck noch weiter auf 1 bar ab und laden die schweren Wasserkanister aus. Inzwischen klebt die Zunge am Gaumen, die Kleidung ist nass geschwitzt. Nach einer Pause wiederholen wir das Ganze, und zum Glück schafft es das Auto zu einer weniger tiefen Stelle. Wir sind sehr erleichtert, aber auch völlig fertig. Das Ganze hat zwei Stunden gedauert. Ärgerlich ist, dass wir nach 200 Metern zu einer Stelle kommen, wo wir ganz leicht wenden können, wir hätten nur so weit fahren müssen. Nach dem Wenden fahren wir zurück und nehmen die einfachere Piste. Die Campsite liegt auf einer Insel in der Salzpfanne gegenüber Baines Baobabs. Wir setzen uns nur in den Schatten, trinken so viel wie möglich und warten, bis die Sonne unergeht. Am Horizont der roter Schein von Buschbränden.

Mi        07.11.2012    Maun – Island Safari Lodge
Der Wecker ist auf 5 Uhr gestellt, nur von 5 bis 7 ist es halbwegs angenehm kühl. Wir müssen erst mal alles wieder einräumen, was für die Ausgrabungsaktion benötig war, der ganze Laderaum ist in Unordnung. Mit unserem Kompressor pumpen wir die Reifen wieder auf.

Beim Rausfahren zur Hauptpiste sehen wir bald vor uns einen großen Buschbrand, der den Weg kreuzt – und er kommt näher. Wir müssen ein Stück zurück fahren und ihn beobachten. Die Windrichtung ist aber halbwegs günstig, nicht als Front auf uns zu, sondern schräg, so dass wir eine schmale Feuerfront vor uns haben, dahinter ist am Weg alles abgebrannt. Wir müssen es nur schaffen, die schmale Feuerfront zu durchqueren. Nach einer Stunden Warten sieht der Brand etwas kleiner aus, und wir fahren bis auf 50 Meter zur Brandlinie hin.



Als es aussieht, dass die Flammen nur schmal am Rand des Weges sind, Vollgas und durch. Die Brandline ist nur zwei Meter breit. Das abgebrannte Stück dahinter ist dann harmlos. Am Hauptweg auch immer wieder Brandnester, aber diese Piste ist viel breiter. Jedenfalls haben wir jetzt erst mal genug Abenteuer gehabt. Nach Maun zum Tanken, Einkaufen und ATM. Ursprünglich wollten wir nicht in Maun übernachten, aber mit den Verzögerungen und der Hitze wollen wir nicht weiter. Wir steuern Island Safari Lodge an, am Ufer des Thamalakane River. Die Campsite liegt direkt am Fluss. Abends in der Ferne Wetterleuchten, es kühlt gar nicht ab.

Sonntag, 4. November 2012

Khama Rhino Sanctuary bis Gabasadi Island

Fr        02.11.2012    Khama Rhino Sanctuary
Früh blauer Himmel, aber nur 13 Grad, und es weht ein unangenehm kalter Wind, der auch noch aus Osten kommt, wo die Sonne aufgeht, so dass die Alternative entweder Windstille und Schatten oder Wind und Sonne ist. Wir entscheiden uns für die Sonne. Mittags sitzen wir mit Jacken im Birdhide. Wir haben selbst ohne den Vogelkurs schon 130 Vogelsorten identifiziert. -
Ein Einschub abseits des Ablaufs: Eigentlich fühlen wir uns manchmal als ein mobiler Reparaturtrupp. Immer wieder finden wir Defekte, die sich mit ganz einfachen Mitteln beheben lassen, aber niemand macht’s – das ist die afrikanische Mentalität, die wir nicht verstehen können. Heute haben wir Schrauben am Türscharnier des Waschhauses festgezogen, jetzt lässt sich die Tür wieder schließen, vorher hing sie schief im Rahmen. An einem Hide klappert das Wellblechdach, wenn ein Windstoß reinfährt, das stört natürlich. Einfach ein Stückchen Ast zwischen Rahmen und Blech gestreckt, und schon ist es gut. Die Liste ließe sich lange fortsetzen, laufende Klospülungen, wackelnde Wasserhähne, lose Möbelteile.
Nachmittags und abends bleiben wir am Platz. Es gibt Chicken with Cashewnuts in Tomatensauce, dazu Kartoffelbrei. Leider ist es Freitag, und das Unvermeidliche passiert: Auf den Platz neben uns stellen sich fürs Wochenende vier Familien weiße Botswaner mit etwa 8 Kindern, und sie machen sehr laute Party mit Musik bis in den Morgen. Das ist einfach Pech.

Sa       03.11.2012    Gabasadi Island - Ntwetwe Pan
Unausgeschlafen stehen wir auf. Teerstraße bis Lethlakane und Orapa. Endloses Kalahari-Buschveld, die Kalahari ist ja keine Wüste wie oft genannt. Die Straße gibt es überhaupt nur, weil Anfang der 70er Jahre hier Diamanten im Nichts entdeckt wurden. Orapa ist eine geschlossene Stadt, die man nur mit Sondererlaubnis betreten darf. Sie ist eine der größten Minen der Welt. Die Diamanten finden sich in sogenannten Kimberlite-Pipes, alten Vulkanschloten, wo sie unter hohen Temperaturen und Druck entstanden sind. Wegen dieser Diamanten ist Botswana relativ „reich“, zumindest was den Staatshaushalt anbelangt. Eines der wenigen Länder fast ohne Staatsschulden. Hinter Orapa wollen wir zu einem kleinen Abenteuer starten, die Durchquerung der Ntwetwe Salzpfanne. Das geht nur, wenn die Pfanne so weit trocken ist, dass die Kruste befahrbar ist. Vom Wetter her sollte es gehen, wir bekommen aber keine eindeutigen Auskünfte. Der Track geht zuerst durch unattraktives Gebüsch, das nach der Querung des trockenen Boteti-Flusses in weites Grasland übergeht, schön anzusehen, es wird als große Viehweide benutzt. Ein Tor durch einem Veterinärzaun, von denen gibt es in Botswana tausende von Kilometern, zur Verhinderung der Ausbreitung von Maul- und Klauenseuche. Das Tor muss für uns aufgeschlossen werden, die Leute haben einen sehr einsamen Job, keine Ahnung, wann hier vor uns das letzte Auto durchgekommen ist.
Ntwetwe Pan

Danach beginnt die riesige Salzpfanne, eine graue Fläche wie ein Meer, durchsetzt mit brauen Grasfeldern wie Inseln, mal mehr, mal weniger. Wir folgen der vorhandenen Spur, der Boden ist noch feucht, aber man sinkt nicht ein. Plötzlich kommt das Auto ins Schlingern und macht fast einen U-Turn, der Untergrund ist doch glitschig, und Manfred hatte vergessen, den 4x4 zuzuschalten. Mit 4x4 kommen wir aber schnell wieder zurück auf die Spur – Glück gehabt. Solche Pfannen sind nicht zu unterschätzen, es sind schon Autos bis über die Achsen und tiefer versunken. Die weitere Spur bleibt trockener, gut für uns.

Gabasadi Island

Nach 8 km taucht Gabasadi Island auf, eine alte grasbewachsene Düne, die sich vielleicht 10 Meter über die Pfanne erhebt. Da wir sowieso irgendwo an der Pfanne campen wollten, beschließen wir spontan, auf der Düne zu übernachten. Das ist ein phantastisches Erlebnis. Ein grandioser 360 Grad Rundumblick zum Horizont, ohne Hindernisse, und der Himmel ist wolkenlos. Das Panorama nach Sonnenuntergang ist unvergleichlich – und das kostenlos. Über uns spannt sich die Halbkugel des Sternenhimmels, ohne fremde Lichtquellen.



Manfred hält das Auto


Samstag, 3. November 2012

Mapungubwe bis Khama Rhino Sanctuary


Mo      29.10.2012    Mapungubwe-Camping

Zurück fahren wir wieder Richtung Parkhaupteingang, weil unsere Campsite für heute in einem separaten Teil des Parks liegt. Im Mopanewald grast plötzlich eine Elefantenherde rechts und links der Piste, wir können gerade noch bremsen. Die Tiere sind genauso überrascht wie wir, aber alles bleibt friedlich. Da es Kühe mit Jungen sind, sind die Mütter darauf bedacht, ihre Jungen zu schützen. Ein Halbstarker macht einen Scheinangriff, wohl mehr aus Neugier. Elefantenherden nahe zu sehen, ist immer sehr schön. Am Eingang gibt es ein Museum, das die Geschichte und Kultur von Mapungubwe beschreibt. An dem wurde die Bauzeit jahrelang überzogen, die Architektur war wohl etwas zu anpruchsvoll, jetzt im September wurde es erst eröffnet. Im Restaurant daneben essen wir einen großen Beefburger, das spart das Abendessen, und Manfred stellt den Blog von 10 Tagen ein, mit Bildern dauert das etwas.


Wasserloch vor dem Hide

Um 14 Uhr sind wir an der Campsite im Uferwald, da bleiben wir aber nur kurz, um uns einen Platz auszusuchen, dann geht es schnell zu einem Wasserloch mit Hide, das wir schon kennen, wo immer viele Tiere waren.











 
Elefanten am Wasserloch


Diesmal fehlen leider die Antilopen und Warzenschweine, aber im Lauf des Nachmittags kommen dreimal kleine Gruppen von Elefanten zu trinken, toll, sie aus fünf Meter Abstand beobachten zu können.

Der Abend ist warm und windstill, und bald geht der Vollmond auf, seine Helligkeit reicht zum Zeitunglesen.


        
Di        30.10.2012    Tuli  Molema
Für heute ist der Grenzübertritt nach Botswana angesagt. Wir fahren noch für eine Stunde zum Hide, heute gibt es hier nur Vögel. Der Grenzübergang Pontdrift ist nur fünf Kilometer von unserer Campsite entfernt. Wir hatten schon im Park gesehen, dass der Limpopo kein Wasser führt, so können wir den Übergang benutzen, es gibt keine Brücke, nur die Querung durch das sandige Flussbett. In der Regenzeit ist der Übergang für Autos meist geschlossen, aber es gibt eine Seilbahn für Personen über den Fluss, einen der ungewöhnlichsten Grenzübergänge, den wir kennen. Die Ausreise ist wieder etwas kompliziert, weil die Polizei unsere Fahrzeugpapiere sehen will, wo nicht M. Bollner sondern N. Bollner draufsteht, ein Fehler bei der ersten Anmeldung, den wir bisher nicht korrigieren lassen konnten. Nach einigen Erklärungen sind die Polizisten aber zufrieden. Die Einreise nach Botswana ist unproblematisch, wir zahlen 120 Pula für Road Tax und Versicherung (1 Euro = 10 Pula). Hinter der Grenze erstreckt sich das große Northern Tuli Game Reserve, ein Gebiet von 70.000 ha mit lauter privaten Besitzern, es gibt nur zwei Lodges für Touristen. Hier haben reiche Südafrikaner und andere Nationalitäten ihr privates „Out of Africa“ – etwas Neid kann da schon aufkommen. Die Piste, die wir benutzen, ist die einzige öffentliche Straße durch den Park. Sie ist ziemlich schlecht mit viel Wellblech, wir brauchen für 50 km drei Stunden. Dafür sehen wir aber auch ein paar Giraffen, Elefanten und Antilopen. Wir verlassen den Park am Motloutse River, die Überquerung ist bei „Solomon’s Wall“, einer felsigen Ridge, die der Fluss durchbrochen hat.

Auf dem Weg nach Molema

Unser Ziel ist das Molema Bushcamp etwas weiter flussaufwärts am Limpopo. Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen einer der Tuli Lodges und der lokalen Community. Es gibt vier Campsites und ein paar einfache Chalets. Manchmal kommen hier Elefanten vorbei, es gibt aber auch Rinder. Wir reparieren eine abgefallene Beleuchtung im Auto und folgen dem Schatten, es hat 34 Grad.

Im Limpopo beim Molema Camp

Am späteren Nachmittag eine kleine Wanderung im Limpopo, der bis auf eine verbliebene Wasserstelle trocken ist. Interessant sind Grabungen von Elefanten im Sand, dabei kommt in 25 cm Tiefe klares Wasser zum Vorschein. Der Abend ist warm, um ½ 9 Uhr noch 29 Grad. Wir sehen im Osten den Mond aufgehen und im Westen Wetterleuchten. In der frühen Nacht kommt ein Gewitter zu uns gezogen, wir schaffen noch schnell die Stühle ins Auto und sichern das Zelt, wir hatten ja jetzt schon einige unerwünschte Erfahrungen. Der Regen und Sturm hält sich aber in Grenzen.

Mi        31.10.2012    Moremi Gorge
Morgens blauer Himmel, bald zieht es sich aber von Osten mit grauen Wolken zu, so dass wir nicht länger bleiben. Nach 10 km erreichen wir wieder Teerstraße, nach dem vielen Wellblech durchaus erwünscht. Am Weg die Baustelle eines großen Dammprojekts, müssen wir mal im Internet recherchieren. Der nächste größere Ort ist Bobonong, dort wollen wir Geld am ATM ziehen, tanken und eine Botswana SIM-Karte kaufen. Es gibt im ganzen Ort nur zwei ATMs, aber einer ist defekt, und am anderen hängt ein Zettel „sorry no money, come back later“ – TAB. Zum Glück haben wir genug mitgebrachte Pula. Dafür können wir das Tanken mit der Visa-Karte bezahlen. In einem chinesischen Laden kaufen wir eine SIM-Karte vom Provider Orange, kostet 15 Pula, und für 100 Pula Airtime, davon wandeln wir 85 Pula für 100 MB Internet um. Es ist erstaunlich, wie einfach das überall geht.
Botswana Landstraße
Das heutige Ziel ist Moremi Gorge in den Tswapong Hills, einem Bergzug südöstlich von Palapye. Dort gibt es eine Community Campsite, über die wir bisher nichts Genaueres in Erfahrung bringen konnten. Die Schlucht ist ein heiliger Ort der lokalen Bevölkerung. Beim Abzweig zum Ort ein Hinweisschild, dass die EU mal wieder ein Tourismusprojekt finanziert hat. Im Ort selber eine unklare Ausschilderung, erst nach einigem Herumfragen finden wir den richtigen Abzweig, der uns schließlich zu einem neuen Gate bringt, wo sechs Leute herumsitzen. Wir dachten es ist eine einfache Campsite in den Bergen, aber das EU-Geld hat fünf neue Campsites mit Waschhäusern, Solarheizung und Grillplätzen im Flachland vor dem eigentlichen Gorge erzeugt. Noch sieht alles gut aus, aber wir kennen ja den schnellen Verfall. Für zwei Personen kostet der Eintritt 110 P, das Campen 160 P, nicht gerade billig. Und wieder ein TAB-Erlebnis: es werden uns alle weitläufig angelegten Campsites gezeigt, aber die wir aussuchen, bekommen wir doch nicht, weil dort das Wasser nicht geht – das hätte ja von Anfang an klar sein können. Stattdessen bekommen wir eine mit wenig Schatten zugewiesen. Im Wald um uns herum sirren Zikaden, die sich gemeinsam alle paar Minuten zu einen ohrenbetäubenden Crescendo steigern.

Pool im Moremi Gorge


Nachmittags fahren wir ein paar Kilometer zum Eingang der Schlucht. Es ist ein schmaler Einschnitt zwischen hohen Felsen, ganz dunkel und grün, mit Farnen und einem Bächlein. Ein schmaler Pfad führt etwa einen Kilometer hinein, erst flach und dann mit Kletterei (mit Stahlseil!) zu drei Pools mit Wasserfällen. Diese Pools haben eine spirituelle Bedeutung, deswegen darf man nicht darin baden.




Geier

Vom letzten Pool aus öffnet sich der Ausblick auf eine hohe, steile Felswand, die aber nicht glatt ist, sondern viele Vorsprünge und Löcher hat, ideal für die hier lebenden Geier, vor allem die seltenen Kapgeier, die hier brüten. Es sind wahrscheinlich hunderte, immer wieder sehen wir welche kreisen. An der Campsite schönes Abendlicht, und wir zünden ein Feuer an. Der Mond geht jetzt schon ziemlich spät auf, wir sehen ihn nur noch kurz und gehen dann ins Zelt. Nachts kommt ein Wind auf.




Do      01.11.2012    Khama Rhino Sanctuary
Wir stehen genau mit Sonnenaufgang auf, es ist heute etwas frisch. Das ist aber eine gute Gelegenheit für einen längeren Spaziergang. Es gibt einen angelegten Weg zum Gorge, sehr abwechslungsreich durch Busch, entlang einer Pfanne, mal über Steinplatten, auf einen Hügel mit weitem Blick über das Land. Hier fehlt noch das Marketing, die letzen Camper waren vor 10 Tagen hier. - Weiter nach Palapye, einem Knotenpunkt von zwei Hauptstraßen. Hier ist viel los, es wird gerade an einem neuen Kohlekraftwerk gebaut. Vor dem ATM an der Tankstelle steht eine Warteschlange, aber er funktioniert, und wir tanken voll. Der Tankwart meint „it is too cold“, da hat es vielleicht 22 Grad. Noch 40 km nach Serowe, von hier stammen die Khamas, seit 1900 der führende Stamm des Landes, der auch den derzeitigen Präsidenten Ian Khama stellt, den Sohn von Seretse und Ruth Khama, eine der großen kolonialen Liebesgeschichten, schwarzer Student und Anwärter auf die Regentschaft heiratet in London nach dem 2. Weltkrieg eine britische Krankenschwester, gegen den Willen der eigenen Chiefs und der britischen Regierung. Es gibt dazu einige interessante Bücher. Einkauf im Spar, wir brauchen einige Vorräte, da wir erst in Maun im Okavango Delta  wieder richtig einkaufen können. 20 km weiter ist das Khama Rhino Sanctuary, gegründet, um die letzten Rhinos Botswanas zu schützen. Zu der Zeit gab es fast keine freilebenden Rhinos mehr, nur einige verstreut im Okavango Delta. Das Projekt war sehr erfolgreich, im Park sind ca. 40 White Rhinos und ein paar Black Rhinos, und sie sind ganz leicht zu sehen, neben dem Hluhluwe-Umfolozi Park in Südafrika wahrscheinlich die beste Möglichkeit, Rhinos nahe zu sehen. Wir schauen am Restaurant vorbei und ordern einen Tisch fürs Dinner, wir haben sonst wenig Gelegenheiten, essen zu gehen.

Am Spätnachmittag ein Drive zur nächstgelegenen Pfanne mit Wasserloch, und prompt sind drei Rhinos im Anmarsch. Auf der Ebene auch Zebras, Gnus und Impalas. Zum Dinner Filetsteaks mit Pommes und Gemüse, schmeckt ganz gut. Der Abend ist kühl, gut, dass wir ihn im Restaurant verbringen.  
      

Montag, 29. Oktober 2012

Vogelkurs bis Mapungubwe Nationalpark

Sa       20.10.2012    Bateleur Camp
In Shingwedzi macht der Regen beim Frühstück glücklicherweise eine Pause, setzt danach aber wieder ein. Erst mal bleiben wir noch im Camp, setzen uns unters Restaurantdach und warten. Um die Zeit totzuschlagen, pumpen wir die zwei Ersatzreifen an der Camptankstelle auf, sie waren seit der letzten Reise nicht mehr aufgepumpt worden und hatten es nötig. Später fahren wir langsam ein paar Loops und ganz langsam nach Bateleur Camp, einem kleinen Bushcamp weiter am Shingwdezi flussaufwärts. Gegen 13 Uhr sind wir dort und können das Chalet schon beziehen. Das Camp liegt wirklich im Busch, was bei diesem Wetter nicht so attraktiv ist.

Unsere vier Freunde aus Wessling-Hochstadt, die gleichzeitig einen Südafrika-Urlaub machen, treffen nun auch ein, und es gibt viel zu erzählen. Leider sind sie auch vom schlechten Wetter verfolgt worden. Wir werfen den Grill an, und es gibt Speckwürstchen, Rinderfilet, Kartoffeln, Salate und Rotwein. Nachts regnet es schon wieder.





So       21.10.2012    Birding Makuleke
Nach dem Frühstück ist Arbeit angesagt, wir müssen umpacken, weil wir heute das Auto für eine Woche abstellen müssen. Unser Ziel ist das Bushcamp von EcoTraining in der Makuleke Conession des Krüger Park. Die Anfahrt geht via Shingwedzi immer nach Norden bis zum Tal des Luvuvhu River und weiter zum Pafuri Gate. Dort werden wir mit den anderen Teilnehmern von einem offenen Wagen von EcoTraining abgeholt, es geht im Konvoi zurück zum Ranger Post am Luvuhvu, wo wir unsere Autos abstellen. Das Gepäck kommt auf den Anhänger, und los gehts zum Camp in der Limpopo Floodplain.
Wir sind im nördlichsten Bereich des Parks, 24.000 ha zwischen dem Luvuvhu und dem Limpopo River, bei Crooks Corner, dem Dreiländereck von Südafrika, Zimbabwe und Mozambique. Hier gab es eine turbulente Historie, geprägt von Wilderern, Schmugglern und anderen gesetzlosen Gesellen, welche die Gegend unsicher machten und immer wieder die Grenze wechselten, um dem Gesetz zu entgehen. Der Limpopo bildet die Grenze zu Zimbabwe. Im Zuge der Buschkriege in Rhodesien und Mozambique wurde das Land in den späten 1960er Jahren von Südafrika zum militärischen Sperrgebiet erklärt und die dortige Bevölkerung vom Stamm der Makuleke zwangsweise umgesiedelt. Nach 1994 bekamen die Makuleke das Land wieder zurück, einigeten sich aber mit der Regierung, dass sie es nicht wieder besiedelten, sondern es wurde als Sondergebiet in den Krüger Park integriert, und die Makuleke vergaben Konzessionen an zwei Lodge-Betreiber und an EcoTraining. Die Firma bildet einen Großteil der professionellen Guides und Game Ranger aus und hat mehrere Ausbildungscamps in Südafrika, Botswana und Kenia. Diese werden auch für „einfachere“ Kurse verwendet, wie unser Birding Kurs einer ist.

Unsere Hütte im EcoTraining Camp

Das Camp ist einfach, aber sehr komfortabel, mit großen A-Frame-Strohdachhütten auf Stelzen, mit Waschraum in der Hütte dabei, zwei Betten und einer überdachten Veranda.
Gemeinschaftsraum

Ein großere offener Gemeinschaftsraum dient als Essbereich und zum Lernen. Seit Mittag ist es endlich wieder sonnig und warm. Leider sind die Elefanten weggezogen, weil es hier noch nicht geregnet hat, sonst hätten wir eine Chance gehabt, sie im Camp zu sehen, einige abgebrochene Bäume zeugen von ihren Aktivitäten. Es sind insgesamt 9 Teilnehmer. Nach der Einführung in die Campregeln führt unser Instructor, Bruce Lawson, einen Rundgang durch das Camp und außen herum, und zeigt uns gleich jede Menge Vögel. Sundowners am Lagerfeuer, um 20 Uhr wird zum Dinner getrommelt, alle Teilnehmer holen die Töpfe, Pfannen und Utensilien im Küchenhaus ab. Danach werden wie jeden Abend die am Tag gesehenen Vögel in eine Liste eingetragen. Da Wecken um 4:45 angesagt ist, gehen die meisten bald ins Bett.

Mo      22.10.2012    Birding Makuleke
Wir sind schon vor dem Wecktrommeln wach. Nach Kaffee und Keksen wird losmarschiert, was beim Birding aber nichts mit zügigem Laufen zu tun hat.

Unsere Guides: Head Instructor und Backup Guide

Nach vier Stunden haben wir 3.9 km zurückgelegt. Die Concession hat einen außergewöhnlichen Reiz, wir sind jetzt zum dritten Mal hier. Der Reiz erschließt sich aber leider dem normalen Touristen nicht, weil normale Krüger-Besucher nur auf der Teerstraße durchfahren dürfen, wo man nur durch eher langweiligen Buschwald fährt. Am Luvuvhu entlang steht dagegen ein Uferwald mit großen alten Bäumen und dazwischen freien Flächen mit viel Wild, weiter im Westen bildet der Luvuvhu eine tiefe, spektakuläre Schlucht, Lanner Gorge.

Szenerie in der Limpopo Floodplain

Hinter einer Hügelkette erstreckt sich im Norden die Ebene des Limpopo, mit Fever Tree Wäldern, Gruppen von Lala-Palmen und viel verschiedener Vegetation. Das Ganze unterbrochen von Pfannen, die jetzt aber fast alle trocken sind. Es ist ein Bilderbuch-Afrika. Das Wandern geht so vor sich, dass der Instructor vorausgeht, dahinter der Backup-Guide, beide mit Gewehr. In Folge die Teilnehmer, in „single file“, Gänsemarsch. Zum Zeigen und Besprechen fächert sich die Gruppe auf. Dabei sind eine belgische Familie: Albert und Michelle mit Sohn Tanguy, die in Maputo für die European Commission arbeiten, mit einem CD (Corps Diplomatique) Nummernschild am standesgemäßen Toyota Landcruiser. Gabi, eine Stewardess von Swissair, und Gary aus Südafrika, beide machen den Kurs als Verlängerung eines anderen Kurses. Kathy, die in Lesotho lebt, und Derek, Head of Infrastructure des Krüger Parks. Er lebt im Hauptquatier in Skukuza. Seine Frau ist Krüger Section Ranger von Pafuri, wohl eher etwas Ungewöhnliches für so eine Position, weiß und weiblich. Nach vier Stunden Wandern werden wir mit dem Game Viewing Auto abgeholt, das funktioniert so, dass es zwei Backup Guides im Camp gibt, so dass einer dafür frei ist, das Auto zu bringen. Diese Backups sind angehende Trail Guides, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Die Abholung ist uns recht, heute ist es zur Abwechslung wieder heiß, 36 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Zurück im Camp steht der Brunch bereit, anschließend ist Lecture, heute Vogelanatomie. Siesta ist zwischen 12 und 15 Uhr, da kann jeder machen, was er will, schlafen, lernen, lesen, selber Vögel im Camp suchen, oder eben Blog schreiben. Um 15 Uhr gibt es schon wieder was zu essen, einen light lunch, dann eine Ausfahrt bis zum Abend. Wir fahren zurück zum Luvuvhu, um dort Vögel zu suchen und in der Dämmerung nach Pel’s Fishing Owl zu sehen, einer seltenen Spezialität für jeden Birder. Wir haben sie früher dort schon gesehen, diesmal leider nicht. Am Himmel ziehen Zirruswolken auf, Bruce meint, dies sind die Anzeichen einer Kaltfront. Abends sind wir ziemlich müde, die feuchte Hitze ist anstrengend. Um 21 Uhr hat es noch 31 Grad.

Di        23.10.2012    Birding Makuleke
Nachts kommt ein Wind auf, und früh ist es bedeckt bei 23 Grad. Der Wind hält die ganze Zeit an. Um 5:30 Uhr fahren wir ein Stück, dann geht zu Fuß zu einigen Pfannen, die noch Wasser haben, mit Störchen und Reihern, unterwegs an einer Büffelherde vorbei. Das Ziel der Wanderung ist der Limpopo, auf dem Weg durch den Uferwald scheuchen wir eine Wood Owl auf.

Am Limpopo

Der Limpopo fließt in voller Breite in seinem sandigen Bett, ganz ungewöhnlich für Oktober. Bei Richard Kipling wird er beschrieben als „great, grey-green, greasy, all set about with fever trees“. Diesmal ist er nur schmutzig braun. Es muss in seinem Catchment Area sehr frühzeitig sehr viel geregnet haben. Das gefällt uns gar nicht, weil wir in ein paar Tagen den Limpopo bei Pontdrift Richtung Botswana überqueren wollen, dort gibt es keine Brücke, nur die Fahrt durch den Fluss-Sand. Wir werden sehen.

Noch mehr Limpopo

Der Limpopo fließt seit letzter Woche, da wurden Gabi und Gary und ihre Gruppe nachts im Flussbett von einer plötzlichen meterhohen Flash Flood überrascht. Sie hatten am Rand des Flussbetts übernachtet (ein sogenanntes Sleep-Out), zum Glück hat die Nachtwache ein fernes Rauschen gehört. Trotzdem sind einige Ausrüstung, Schlafsäcke und sogar ein Gewehr weggeschwemmt worden. Sie hatten trotzdem ziemliches Glück.
Die Temperatur fällt bis Mittag auf 21 Grad, die Zirren hatten recht. Es bleibt aber trocken. Heute gibt es eine Lecture über Habitat, also welche Vegetationszonen es im südlichen Afrika gibt, und über Birding Equipment (Ferngläser, Spektive, Bestimmungsbücher). Pünktlich zum Beginn der Nachmittagswanderung setzt ein Nieselregen ein, der nicht mehr aufhört. Diese Reise ist wettermäßig wirklich vom Pech verfolgt. Der Walk wird auf 1½ Stunden verkürzt, am Schluss hören wir entfernt einen Löwen brüllen.

Mi        24.10.2012    Birding Makuleke
Wecken zur üblichen Zeit. Es ist weiterhin bedeckt bei 19 Grad. Dabei ist die Pafuri-Gegend mit nur 250 Meter Seehöhe eines der wärmsten Gebiete in Südafrika, es kann bis zu 50 Grad erreichen. Ein ausgedehnter Morning Walk über einige kleine Hügel mit Baobabs und durch Palmenansammlungen in den dichten Uferwald des Limpopo. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Vogelarten wir sehen und hören, wenn ein Experte dabei ist.

Verdiente Kaffeepause

Am Ende des Walks nieselt es wieder. Uns macht das nicht so viel aus, aber unsere Freunde machen gerade einen Walking Trail in der Gegend, und es tut uns leid für sie, weil das Erlebnis bei so einem Wetter doch getrübt ist. Die Einheimischen dagegen freuen sich über die Nässe und Kühle. Es ist für uns das schlechteste Oktober-Wetter seit 20 Jahren. Die heutige Lecture behandelt Birding Ethik und Vogelmigration, ein ganz interessantes Thema. Die Nachmittagsfahrt führt zur Lanner Gorge, einer Schlucht des Luvuhvu. Der Weg führt durch ein Sandveld-Gebiet, das von Rhinos bevorzugt wird. Wir sehen auch frische Spuren am Weg. Am Aussichtspunkt treffen wir überraschend die Gruppe von Berti und Colin, die wir schon im Krüger Bateleur Camp getroffen hatten, die bei Wilderness Safaris einen Walking Trail machen – so klein ist die Welt. Und einer deren Guides ist Dan, der Backup Guide bei unserem ersten Birding Kurs vor einem halben Jahr war. Leider geschieht das Unvermeidliche, kaum sind wir 5 Minuten dort, setzt Regen ein, ziemlich heftig. Alle flüchten zu den Autos, und da unseres kein Dach hat, sind die Sitze schön nass – Africa is not for Sissies (etwa: Afrika ist nichts für Weichlinge). Die Rückfahrt ist etwas klamm.

Do      25.10.2012    Birding Makuleke
Der Morgen sieht nicht schlecht aus, es ist aber immer noch bewölkt. Ein kombinierter Drive/Walk zu einer Pfanne mit ein paar Wasservögeln. Einige Raubvögel sind immer zu sehen, Geier, die ein Nest haben, Bateleur Adler und andere Adler. Raubvögel sind schwer zu identifizieren, auch weil man sie oft nur aus größerer Entferung sieht. Noch ein Abstecher zum Limpopo, dessen Wasserstand etwa einen Meter gefallen ist. Bruce erzählt, dass geschätzt jeden Tag 150 Zimbabwer die Concession durchqueren, viele nur, um Vorräte in Südafrika zu kaufen, andere aber auch auf dem Weg in größere Städte in Südafrika als illegale Einwanderer. Auf der Rückfahrt nochmal ein Schauer. Die Lecture ist über die Identifizierung von Raubvögeln. Über Mittag wird es endlich wärmer, 25 Grad, ein merklicher Unterschied zu 21 Grad wie an den letzten beiden Tagen. Nachmittags zu Crooks Corner am Zusammenfluss von Limpopo und Luvhuvu. Wie immer Hippos in der Luvhuvu Mündung. Sundowner in einer trockenen Pfanne, wir machen dabei Conservation Work und reißen eine giftige Alien-Pflanze aus, Datura aus Südamerika mit schönen Blüten, die sich in Feuchtgebieten explosionsartig verbreitet.
Büffel im Luvhuvu

Weiter zur Gegend um die Luvhuvu-Brücke, aber die Pel’s Fishing Owl bleibt uns wieder versagt. Auf dem Rückweg im Spotlight eine Zibetkatze, eine große Eule und – was seltenes – ein Stachelschwein.








 
Fr        26.10.2012    Birding Makuleke
Durch die klare Nacht kühlt es auf 17 Grad ab. Das ist uns aber recht, weil dann die Sonne Wieder scheint. Auch wenn die Hitze manchmal beschwerlich ist und man darüber stöhnt, nasses und kühles Wetter ist viel unangenehmer. Eigentlich war früh ein Walk durch den dunklen Uferwald angesagt, weil es endlich wieder „afrikanische“ Temperaturen hat, und man dann lieber im Schatten ist. Aber nach kurzer Zeit finden wir in der Nähe einer Wasserstelle Spuren von zwei Rhinos. Das gefällt den Guides gar nicht. Die Rhinos sollten weiter im Süden hinter den Hügeln in der Nähe des Luvhuvu sein. Warum sie jetzt hier sind,darüber kann nur spekuliert werden. Sie sind viel zu nahe an der Grenze zu Zimbabwe und könnten Wilderern zum Opfer fallen. Es wird beschlossen, dass wir die Rhinos tracken, damit bekannt ist, wo sie hin sind. Wir folgen ihnen 4½ Stunden über eine Strecke von 8 km. Das ist oft nicht geradlinig, sondern quer durch den Busch, meist auf ausgetretenen Wildpfaden. Sie haben sich zwischendurch manchmal zum Ruhen hingelegt, erkennbar an den Eindrücken ihrer Haut im Sand. Unterwegs am hellen Tag nochmal ein Stachelschwein, das sich schnell in von einem Erdferkel gegrabene große Löcher zurückzieht. Leider ziehen die Rhinos nicht nach Süden, sondern sogar Richtung Limpopo.

Rhino Tracking

Im dichten Uferwald verlieren wir die Spuren, können aber durch Wege entlang des Ufers schließen, dass sie nicht zum Fluss sind. Also geht  es zurück zu den letzten Spuren, die in ein dichtes Gebüsch führen. Bruce geht vorsichtig hinein und bläst dann eilig zum Rückzug, er ist nahezu über ein schlafendes Rhino gestolpert. So sehen wir sie leider nicht. Das Tracking ist aber ein ganz tolles Erlebnis. Zum Glück ist der Endpunkt zufällig an einer Piste und es wird über Funk ein Auto zu unserer Abholung geordert. Vorher wurde schon unser Camp über Funk verständigt und gibt unsere Info zu den Rhinos an den zuständigen Ranger Post weiter. Von dort werdern Ranger geholt, die die Rhinos nach Süden zurücktreiben werden, sie sind zu wertvoll.
Baobab

Nach dem Brunch ist Examen. Es sind je 26 Vögel auf Bildern und nach ihrem Gesang zu identifizieren, wir schaffen alle Bilder zu erkennen, beim Gesang Beatrix 23, Manfred 18. Damit sind wir ganz zufrieden. Der Nachmittagsdrive ist entspannt zum Luvhuvu, wir schauen diesmal ein wenig mehr auf Vierbeiner. Zum Sundowner gibt es eine Überraschung: Dee ist mit ihrem Auto zum Fluss gefahren und hat einen Tisch mit Gin&Tonic und Snacks aufgebaut – sehr stilvoll.



 
Sa       27.10.2012    Mapungubwe-Leokwe
Früh löst sich die Gruppe teilweise auf, die Belgier wollen heute noch in Maputo zurück sein, sie fahren schon nach dem Wecken los.

Limpopo Lookout

Wir anderen machen einen kurzen Drive entlang der Floodplain und zum Limpopo Lookout. Der Drive dient als Guiding Assessment für Gary, und er macht es gut, mit vielen Erklärungen zu Termiten, Baobabs, und anderen Informationen jenseits der Tiere. Im Camp noch ein kleines Frühstück, dann fahren uns die drei Guides Gary, Andy und Dan zu unserem Auto am Ranger Post. Wir verlassen den Park, und es geht Richtung Musina zum Einkaufen. Musina ist ein Grenzort zu Zimbabwe, und in den Geschäften ist der Teufel los, Mengen von Zimbabwern kaufen ein – es ist Samstag. Ein Abbild des Niedergangs unter Mugabe, man muss über die Grenze, um ein großes Warenangebot zu haben. Die Straße nach Mapungubwe dann wieder ganz leer. Mapungubwe ist ein Nationalpark am Dreiländereck Südafrika, Botswana und Zimbabwe, am Zusammenfluss von Limpopo und Shashe, der Zimbabwe und Botswana trennt. Hier wurde in den 30er Jahren eine Ruinenstadt entdeckt, ähnlich den Ruinen von Great Zimbabwe. Diese Kultur existierte dort bis ca. 1400. Es ist wenig bekannt, insbesondere über die Gründe des Niedergangs. Ein besonderer Fund war ein kleines goldenes Rhino.


Rocky Outcrops
 Die Gegend ist lanschaftlich spektakulär, mit bizarren Felsen, die sich hoch über die Flussebene erheben, von dort hat man tolle Ausblicke. Wir sind zwei Nächte im Leokwe Camp, gelegen in einem Talschluss, umgeben von roten Felsen. Hier treffen wir wieder unsere Freunde. Es ist heiß, und wir springen in den Swimming Pool, der idyllisch in die Felsen eingebaut ist. Gemeinsames Grillen und Plaudern bei kaltem Weißwein. Im Chalet gibt es ein paar Moskitos, und da uns jeder einzelne etwas Schlaf raubt, werden wir morgen unser Moskitonetz aufhängen.



 
So       28.10.2012    Mapungubwe-Leokwe
Früh zieht tiefe Bewölkung durch mit einem starken Wind. Das trübt etwas die Stimmung, weil wir für unseren Ausflug zum Fotografieren gerne Sonne hätten. Zuerst zu einem Boardwalk 10 Meter über dem Boden durch den Uferwald zum Limpopo, der hier ein kleines Rinnsal ist. Wir sehen die üblichen Vierbeiner, Zebras, Impalas, Gnus und Kudu, wegen der Felsen gibt es hier auch Klipspringer, die ähnlich wie Steinböcke leben.

Limpopo bei Mapungubwe

Ein paar Kilometer entfernt geht es steil hinauf zu einigen Lookout Points am Zusammenfluss von Limpopo und Shashe. Weiter Blick über das unendliche Buschveld.

Der Shashe ist komplett trocken, wahrscheinlich sind die Wassermassen vor einer Woche 200 km flussabwärts aus dem Limpopo gekommen. Über Mittag Siesta und Aufräumen, die Wolken reißen auf, so fahren wir zum Sundowner nochmal zu den Aussichtspunkten.
Afrika-Truppe
Es ist Sonntag, trotzdem haben wir so einen außergewöhnlichen Platz für uns ganz alleine – undenkbar in Europa. Jetzt ist die Gelegenheit, schöne Fotos zu machen. Übrigens werden die eingestellten Bilder etwas kleiner ausfallen, 400 kB pro Bild sind zu viel zum Upload.

Übermorgen wollen wir nach Botswana fahren. Je nach Internet-Verfügbarkeit macht der Blog wieder Pause, bis wir eine Botswana-SIM-Karte kaufen können.

Samstag, 20. Oktober 2012

Krüger Park und Blogpause

Fr        19.10.2012    Kruger Shingwedzi
Früh ist es bedeckt, aber angenehm warm. Eier mit Speck werden gebrutzelt, und danach gibt es frischen Obstsalat aus dem Spar in Komatipoort. Langsam bewegen wir uns nach Shingwedzi Camp, am gleichnamigen Fluss, entlang von Nebenstraßen. Hier im Norden ist es viel trockener, dementsprechend gibt es weniger Tiere. Trotzdem am Shingwedzi Ufer ein Löwe und zwei Weibchen. Im Camp ist erst mal Waschtag angesagt, weil es Waschmaschinen und Trockner gibt. Innerhalb von zwei Stunden werden zwei Maschinen abgewickelt. Die Mopane Bäume spenden noch nicht viel Schatten, wir sind froh, unsere Markise ausfahren zu können, es hat wieder 39 Grad. Zeit für den Blog. Wir sind froh, nichts körperlich anstrengendes tun zu müssen. Abends gibt es nur Kabanossi mit Paprika-Tomaten-Salat, wir haben mehr Durst als Hunger und trinken 6 Dosen Windhoek Lager verdünnt mit Wasser. Zum Glück haben wir einen Kühlschrank, ein warmes Bier wäre doch nichts. Gerade als wir ins Zelt steigen, entwickelt sich ein Gewitter, und prompt fängt es an zu regnen. Das verfolgt uns diesmal, soviel Regen im Oktober kennen wir nicht. Dazu ist es auch noch windig, ein Stab des Ausstelldachs springt heraus. Danach flattert die Zeltplane, bis wir den zweiten Stab auch noch wegnehmen.

Der Blog macht jetzt Pause, weil wir uns morgen mit Freunden im Bateleur Bushveld Camp treffen, 40 km vom Shingwedzi Camp. Danach sind wir eine Woche ohne Internet auf einem Vogelkurs bei Eco Training (www.ecotraining.co.za), ganz im Norden des Krüger Parks in der Makuleke Concession. Es gibt also erst gegen Ende Oktober wieder einen Update.

Swaziland bis zum Krüger Nationalpark

Di        16.10.2012    Swaziland- Mbuluzi
Morgens weckt uns ein Vogelkonzert, und wir wollen gleich raus, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Beim Klettern aus dem Dachzelt zeigt die Uhr 5:01 bei 18 Grad. Die Sonne geht rot über den Lebombo Bergen auf. Zum Frühstück ausnahmsweise mal Eier mit Speck. Wir lassen um Zeit und wandern noch herum. Nahe am Ufer eine Herde von 12 Giraffen. Der Eingang zum Park ist direkt an der Grenze zwischen Südafrika und Swaziland, der Übergang heißt Golela/Lamuvisha. Die Abfertigung ist flott, auf der südafrikanischen Seite stehen wir in der Schlange eines Reisebusses. Bei der Autokontrolle lässt der Polizist erst die Motorhaube öffnen und schreibt die Fahrgestellnummer auf, danach will er Manfreds Pass und „License“ sehen, und Manfred zeigt ihm die Kfz-License, er meinte aber die „Driver’s License“. Er fragt ob es ein Mietauto ist, und als wir das verneinen wundert er sich, wie wir als Deutsche zu einer südafrikanischen Autozulassung kommen. Das hatte bisher noch keiner an den Grenzen gefragt. Er will das Traffic Register Document sehen, wovon wir nur die Kopie greifbar haben, das Original ist im Auto hinten drin tief in einer Kiste. Als Manfred ihm erklärt, dass es etwas dauern wird, das dort rauszuholen, gibt er sich zufrieden, weil hinter uns schon eine Autoschlange entstanden ist. Die Swazi-Seite ist ohne Probleme, wir zahlen 50 Rand Road Tax. Die Strecke zu unserem Ziel geht fast gerade durch den Osten von ganz Swaziland immer entlang der Lebombo Berge. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen erschließen sich keiner Logik, zwischen 60 und 120 km/h, es ist zum Beispiel nicht ersichtlich, warum auf einer geraden Straße ohne Besiedlung kilometerlang 60 sein soll. Die Landschaft ist eher langweilig, meist Zuckerrohrplantagen und Zuckerfabriken, deren Schlote ziemlichen Gestank produzieren. Unser Ziel, Mbuluzi Private Game Reserve, ist 2.500 ha groß und wird auf einer Seite vom Mbuluzi River begrenzt. Die Campsite liegt ein Stück über dem Fluß, dessen Rauschen über Klippen man leise hört. Als wir ankommen, haben wir wieder ein TAB-Erlebnis: Die Campsite wird ohrenbetäubend mit einem benzinbetriebenen Rasentrimmer bearbeitet. Zum Glück hört der Arbeiter aber nach einiger Zeit auf. Er zündet uns den Donkey Boiler für das warme Wasser an (ein Donkey ist ein Wasserfass im Leitungskreislauf, unter dem ein Feuer angezündet wird, der primitive Ersatz für einen Gasboiler).

Tal des Mbuluzi River


Das Wetter ist gut, und von der Campsite aus wandern wir einen Walking Trail, zuerst am Fluß entlang und dann über eine hohe Ridge wieder zum Fluss, der ganz stark mäandert.  Viele exotische Bäume, Büsche und Pflanzen. Abends grillen wir wieder, ein Rumpsteak und Burenwurst. Mit der Dämmerung kommt Wetterleuchten auf, und kurz nachdem wir ins Zelt sind, fängt ein Gewitter an, es regnet - gefühlt - fast die ganze Nacht. Diesmal verfolgt uns der Regen wirklich mehr als wünschenswert. Das Zelt ist im Prinzip dicht und kuschelig, aber an den vier unteren Ecken dringt doch Feuchtigkeit ein und kriecht auf die Matratze über, wenn es so andauernd regnet wie diesmal. Wir werden also wieder ein Trocknungsproblem haben.

Mi        17.10.2012    Swaziland- Mbuluzi
Bei Aufstehen ist eine Regenpause, die wir nutzen, um alles zu verpacken und das Zelt zusammenzuklappen. Gerade als Manfred wieder am Blog schreibt, fängt es erneut an zu tröpfeln. Wir fahren erst mal los Richtung Reception. An den Wegen sehen wir erst, wie viel es tatsächlich geregnet haben muss, alles steht unter Wasser, es hat 50 mm geregnet, wie wir an der Reception hören. Dafür hat sich unser Zelt ganz gut geschlagen. An der Reception lassen wir uns Wegbeschreibungen für den anderen Teil der Reserve geben, dort sind mietbare Lodges, die wir uns anschauen wollen. Mbuluzi Reserve ist ein „Shareblock“, ein Gebiet, das sich eine Anzahl Eigentümer teilen, die darauf eine Lodge errichten dürfen. Manche sind privat, ein paar andere werden an Touristen vermietet, wenn die Eigentümer nicht vor Ort sind.

Da müssen wir durch!


Die Zufahrt geht über einen Fluss, angeblich eine Brücke, aber tatsächlich nur ein Causeway, eine niedrige Betonbrücke, die bei viel Wasser überflutet wird. Das ist jetzt der Fall, und wir trauen uns erst mal nicht rüber. Manfred watet ein Stück auf die Brücke, findet aber, dass der Betonboden glitschig ist. Da kommt eine der Besitzerinnen angefahren und erklärt uns, „no problem, just go straight“, was wir auch tun, und es funktioniert. Doch der nächste trouble wartet schon, wir wollen den Hilux neben dem Weg abstellen und bleiben prompt stecken, zu schlammig. Mit etwas Arbeit mit dem Klappspaten und einigen untergelegten Steinen geht es ohne Probleme wieder raus. Nur unsere Sandalen haben jetzt eine dicke Schlammschicht. Da alle Wege verschlammt sind, sehen unsere Radkästen zum Erbarmen aus, wir brauchen unbedingt einen Car Wash mit Hochdruckreiniger. Das Wetter meint es doch gut mit uns. Während wir auf der Aussichtsplattform einer der unbenutzten Lodges warten, wird es wärmer, und wir klappen das Zelt zum Trocknen auf.

Nach dem Regen ...


Der kleine Fluss unterhalb der Campsite ist binnen eines Tages zu einem braunen, reißenden, donnernden Strom geworden – sehr eindrucksvoll. Abends ist es klar, und wir sehen die schmale Sichel des einen Tag alten jungen Monds.






Do      18.10.2012    Kruger Tsendze
Eine lange Fahrt ist geplant, Aufstehen 4:55. Von dem vielen Regen ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Entlang der Zuckerrohrplantagen fahren wir im Nebel! Kurz nach 7 Uhr, die Grenze hat gerade geöffnet, wechseln wir wieder von Swaziland nach Südafrika. Diesmal keine Probleme und Fragen, aber wir haben ja ein südafrikanisches Auto, so ist die Einreise immer einfach, nur das Verlassen des Landes wird wegen des Verschwindenlassens gestohlener Autos schärfer kontrolliert. Eigentlich hatten wir geplant, um den Krüger Nationalpark herum nach Norden zu fahren, aber wir entschließen uns doch für den kürzeren Weg durch die ganze Länge des Parks. In Komatipoort am Südrand des Krüger und Grenzort zum Mozambique machen wir unsere Einkäufe, tanken und finden tatsächlich den Hochdruckreiniger. Für 30 Rand plus Trinkgeld sind wir wieder sauber. In einer Metzgerei fragen wir nach Wildfleisch, aber es gibt keines mehr, weil die Jagdsaison (im Winter) um ist.

Der Parkeingang ist Crocodile Bridge und es ist sonnig! Da wir heute 250 km vorankommen wollen, wird es keine richtiger Game Drive durch den Park. Wir halten nur bei besonderen Sightings, wie nahen Elefanten, Rhinos, Büffeln und Löwen. Tatsächlich schaffen wir es, innerhalb eines halben Tages alle Big Five bis auf den Leoparden zu sichten. Ein Grund ist aber auch, dass im Süden des Parks, durch den wir zuerst fahren, hohe Niederschläge waren, so dass dorthin viele Tiere gezogen sind. Die Fahrt geht über Lower Sabie, Tshokwane Picnic Site, Satara, Letaba nach Mopani Camp, wo wir für die nahegelegene Tsendze Campsite einchecken. Die Campsite ist eine der wenigen im Park, wo es nur Camping gibt, und sie ist nicht so groß. Wir wollen die Massen in den großen Camps vermeiden. Heute ist es richtig heiß geworden, 39 Grad im Schatten! Wenn man die Hand aus den fahrenden Auto hält, gibt es keine Kühlung, sondern nur Backofenhitze. Die Freiluftdusche im Camp ist köstlich. Toller Sonnenuntergang durch Quellwolken, bei Gin&Tonic. In der Dämmerung ruft eine Scops Owl in unserem Schattenbaum. Es bildet sich eine große Cumulunimbus Wolke, aus der Blitze zucken. Bald verdeckt sie den Mond, als sie über das Camp hinwegzieht. Aber es fallen nur einzelne Tropfen. Um ½ 9 Uhr hat es noch 28 Grad. Nachts kommt ein Wind auf.